Implantat-Pass nach Stent-Einsatz


Besserer Schutz vor Blutgerinnseln
Implantat-Pass nach Stent-Einsatz

Über 300.000 Stents werden jedes Jahr in Deutschland bei Menschen mit Herzleiden eingesetzt. Seit dem 1. Oktober 2015 erhalten die Betroffenen nach der OP einen Implantat-Pass, um die medikamentöse Therapie zu optimieren.

Stents bei Koronarer Herzkrankheit

Der Stent ist eine Gefäßstütze, der verengte Herzkranzgefäße dehnt und durchgängig hält. Dadurch reduziert er das Risiko für das Entstehen von Blutgerinnsels und einem Herzinfarkt. Von Stents profitieren vor allem Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK). Um gefährlichen Blutgerinnseln vorzubeugen, nehmen Betroffene regelmäßig plättchenhemmende Medikamente wie Acetylsalicylsäure (ASS), Clopidogrel, Prasugrel oder Ticagrelor ein. „Diese Medikamente sind lebenswichtig, denn sie verhindern eine Verklumpung von Blutplättchen am Stent, was im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt zur Folge hat“, betont Herzspezialist Prof. Dr. med. Stephan Baldus, Vorsitzender der Kommission für Klinische Kardiologie der DGK und Beiratsmitglied der Deutschen Herzstiftung.

Stent-Pass verbessert Therapiesicherheit

Um die Medikamententherapie zu optimieren, sind seit dem 1. Oktober 2015 alle kardiologischen Kliniken und Praxen verpflichtet, dem Patienten nach Einbringung eines Stents einen Implantat-Pass auszuhändigen. „Der Stent-Pass hilft, eine folgenschwere Unterbrechung der Behandlung zu vermeiden, indem Arzt und Patient darin den Therapieverlauf dauerhaft dokumentieren“, erläutert Prof. Baldus. Der Ausweis führt unter anderem Daten zu Art und Dosierung der Medikamente, Implantationsdatum, Name der für die Implantation verantwortlichen Person und Einrichtung, Stent-Modell und Serienunmmer. Zusammengefaltet passt er in jedes Portemonnaie. Nach dem Einsatz einer künstlichen Herzklappe oder eines Schrittmachers erhalten die Patienten einen vergleichbaren Pass.

Ein Stent-Pass kann bei der Deutschen Herzstiftung kostenfrei angefordert werden unter www.herzstiftung.de/Stent-Pass.html oder telefonisch unter 069 955128400.

News

Warnung vor Tiefkühlbeeren
Warnung vor Tiefkühlbeeren

Keime überleben die Kälte

Tiefkühlbeeren sind lecker und schnell serviert. Doch wer sie direkt aus dem Gefrierfach in Smoothies, Desserts oder andere Speisen gibt, geht ein gesundheitliches Risiko ein: Krankheitserreger können die Kälte überstehen.   mehr

Nitrospray richtig anwenden
Nitrospray richtig anwenden

Bei Brustenge und Herzschmerzen

Wer unter Angina-pectoris-Anfällen leidet, hat meist ein Notfallmedikament als Spray oder Kapsel dabei. Das darin enthaltene Nitrat hilft schnell gegen Brustenge und Herzschmerz. Voraussetzung ist allerdings, dass man es richtig anwendet.   mehr

Dem Testosteron-Abfall entgegen wirken

Mann fährt mit Hund an der Leine auf einem Fahrrad einen See entlang.

Bewegung und Alkoholverzicht

Wechseljahre wie die Frauen haben Männer nicht. Ihr Hormonspiegel sinkt nicht abrupt, sondern nur langsam. Trotzdem leiden viele unter Beschwerden. Und einige wenige benötigen sogar eine Testosteronsubstitution.   mehr

Jedes Nikotinprodukt ist ungesund
Jedes Nikotinprodukt ist ungesund

Von Zigarette bis Beutel

Nikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen Zigarette über E-Zigaretten bis zum Nikotinbeutel. Doch keine Form ist harmlos.    mehr

Soziale Medien für Kinder verbieten!
Soziale Medien für Kinder verbieten!

Weil sie krank und dumm machen

Soziale Medien machen Kindern und Jugendlichen zunehmend Probleme, warnt ein Kinder- und Jugendarzt. Er fordert deshalb ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre – doch Verbote allein reichen seiner Ansicht nach nicht aus.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Starkenburg-Apotheke
Inhaber Karl Steiner
Telefon 06252/46 96
Fax 06252/63 62
E-Mail wir@starkenburgapotheke.com