Erfolgreiche Raucherentwöhnung


E-Zigarette oder Nikotinpflaster?
Erfolgreiche Raucherentwöhnung

Weltweit gehört Deutschland zu den 9 Ländern mit den meisten Rauchern. Auf der Suche nach alternativen Entwöhnungsmitteln untersuchten Forscher den Nutzen von E-Zigaretten auf einen Rauchstopp – mit mehrdeutigem Ergebnis.

Britische Studie zu verschiedenen Entwöhnungsmitteln

Über den Nutzen von E-Zigaretten bei der Raucherentwöhnung sind sich die Experten uneinig. Vor diesem Hintergrund führten Wissenschaftler der Queen Mary Universität in London an insgesamt 886 Rauchern eine mehrzentrige Studie zum Nutzen verschiedener Entwöhnungsmethoden durch. Die Teilnehmer waren im Durchschnitt 41 Jahre alt und rauchten 15 Zigaretten pro Tag im Mittel.

Peter Hajek und sein Team teilten die Raucher in 2 Gruppen ein: Die Probanden der ersten Gruppe erhielten eine E-Zigarette mit Liquid. Die anderen Teilnehmer durften frei zwischen Formen der herkömmlichen Nikotinersatztherapie wählen und kombinieren: Pflaster, Kaugummi, Lutschtablette, Nasenspray, Inhalator, Mundstreifen und Mikrotabs. Alle Teilnehmer sollten mindestens 4 Wochen an begleitenden Therapiesitzungen teilnehmen. Nach einem Jahr testeten die Wissenschaftler mit Hilfe eines Atemtests die Teilnehmer auf eine erfolgreiche Tabakentwöhnung.

Weg von Tabakzigaretten, aber Nikotinsucht bleibt

Von 438 Personen verzichteten mit E-Zigaretten 79 Teilnehmer auf Tabak (18 Prozent), aus der Gruppe mit Nikotinersatzprodukten erreichten nur 44 von 446 Personen Tabakabstinenz (9,9 Prozent). Von den 79 Probanden, die mit Hilfe der E-Zigarette das Tabakrauchen eingestellt hatten, rauchten nach einem Jahr noch 80 Prozent regelmäßig E-Zigarette. Demgegenüber setzten noch 9 Prozent der Teilnehmer, die mit Nikotinersatzprodukten erfolgreich waren, auch nach einem Jahr noch eine Nikotinersatztherapie ein. Laut Hajek bedeuten die Ergebnisse, dass 9 Prozent der Teilnehmer mit den Nikotinersatzprodukten ihre Nikotinsucht überwinden konnten gegenüber von 3,7 Prozent in der E-Zigaretten-Gruppe.

Sowohl E-Zigaretten als auch Nikotinersatzprodukte wurden als weniger befriedigend als Tabakzigaretten empfunden, wobei die E-Zigaretten-Nutzer insgesamt etwas zufriedener mit der Entwöhnungsmethode waren und seltener unter Reizbarkeit und Unruhe litten.

Experten uneinig in Studienbewertung

Für Heino Stöver, Direktor des Instituts für Suchtforschung Frankfurt, belegt die Studie zum ersten Mal, dass die E-Zigarette einen wesentlichen Beitrag zum Rauchstopp leistet. „Wir sollten nicht vorschnell Methoden aus dem ohnehin nicht prall gefüllten Köcher der Rauchstopp-Methoden werfen“, mahnt Stöver.
Sven Schneider, Leiter der Forschungsabteilung Kindergesundheit am Mannheimer Institut für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin, hält die intensive therapeutische Betreuung der Studienteilnehmer dagegen für „wenig realitätsnah“. Weiterhin zeigen laut Schneider die Ergebnisse, dass die Teilnehmer ihre Nikotinsucht nicht besiegen konnten. Er äußert sich besorgt darüber, dass immer mehr Nichtraucher den Einstieg in den Nikotinkonsum über die E-Zigarette finden.

Quelle: Ärzteblatt

News

Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK
Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK

Durchblutung verbessern

Bei der „Schaufensterkrankheit“ kann Bewegung die Gehfähigkeit deutlich verbessern. Auch wenn die Beine beim Laufen schmerzen, ist gezieltes Training wichtig. Doch es kommt darauf an, richtig zu trainieren – und Warnzeichen ernst zu nehmen.   mehr

Tabuthema Harninkontinenz
Tabuthema Harninkontinenz

Peinliche Momente müssen nicht sein

Viele Frauen im mittleren und höheren Alter leiden unter unkontrolliertem Urinverlust, doch kaum eine spricht mit ihrer Ärztin über das Thema. Möglichkeiten zu Vorbeugung und Behandlung der Inkontinenz zeigt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) auf.   mehr

Hilft Johanniskraut bei Depressionen?
Deprimierter Mann blickt auf eine Pillendose. Wenn Antidepressiva keine Option sind, können Depressive eine Therapie mit Johanniskraut versuchen.

Antidepressivum aus der Natur

Pflanzliche Wirkstoffe sind nicht zu unterschätzen – in einigen Fällen können sie durchaus mit ihren chemischen Verwandten mithalten. So zeigen zum Beispiel Studien mit Johanniskraut, dass der Pflanzenextrakt in einigen Fällen ähnlich gut wie synthetische Antidepressiva hilft.   mehr

Verhütung im Urlaub
Verhütung im Urlaub

Was ist anders?

Urlaub geht oft mit warmen Temperaturen und Zeitverschiebungen einher. Was bedeutet das für die Verhütung?   mehr

Reflux ohne Medikamente eindämmen
Reflux ohne Medikamente eindämmen

Natürlich gegen Sodbrennen

Sodbrennen und saures Aufstoßen sind typische Beschwerden bei Reflux. Protonenpumpenhemmer können dagegen helfen. Doch auch im Alltag lässt sich einiges dagegen tun – von Gewichtsreduktion bis zur richtigen Schlafposition.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Starkenburg-Apotheke
Inhaber Karl Steiner
Telefon 06252/46 96
Fax 06252/63 62
E-Mail wir@starkenburgapotheke.com