Endlich schlank dank Abnehmspritze?


Nebenwirkungen nicht unterschätzen
Endlich schlank dank Abnehmspritze?
Africa Studio/Shutterstock.com

Eine Spritze pro Woche und schon purzeln die Pfunde – kein Wunder, dass GLP-1-Rezeptoragonisten unter Abnehmwilligen beliebt sind. Doch Ärzt*innen warnen vor dem unbedachten Einsatz.

Welche Wirkung haben GLP-1-Rezeptor-Agonisten?

GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Semaglutid greifen auf unterschiedlichen Wegen in den Stoffwechsel ein. Sie senken den Blutzucker und vermitteln ein Gefühl von Sättigung. Dadurch isst man weniger und nimmt auf lange Sicht ab. Dieser Effekt ist auch in wissenschaftlichen Studien gut belegt. Hier konnten die Teilnehmer*innen durch den Wirkstoff Semaglutid und eine Änderung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten ihr Gewicht um fast 15% innerhalb eines Jahres senken.

Nicht ohne Nebenwirkungen

Soziale Medien wie TikTok und Twitter haben dazu beigetragen, dass die Medikamente immer beliebter wurden und Menschen die verschreibungspflichtige „Abnehmspritze“ teilweise ohne Rezept auf zweifelhaften Internetseiten bestellen. Das ist nicht ungefährlich, denn die Medikamente haben auch Nebenwirkungen. Häufig leiden die Abnehmwilligen zum Beispiel unter Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Auch ernste Nebenwirkungen wie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Erkrankungen der Gallenblase werden diskutiert. In Tierversuchen zeigte sich sogar ein erhöhtes Risiko für bestimmte Arten von Schilddrüsenkrebs.

Kein dauerhafter Effekt

Wer Interesse an dem Medikament hat, lässt sich am besten ausführlich in der Arztpraxis beraten. Stark übergewichtige Menschen oder Patient*innen mit Diabetes mellitus erhalten das Medikament sogar oft auf Kassenrezept. In der Arztpraxis können zudem erste Schritte für eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung im Alltag besprochen werden. Denn die „Abnehmspritze“ hat noch einen großen Nachteil: Sie wirkt nur bei regelmäßiger Anwendung. Nach dem Absetzen verschwinden die Effekte wieder, wenn man seinen Lebensstil nicht nachhaltig verändert.

Quellen: Deutsche Apotheker Zeitung, Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

News

K2 gegen Wadenkrämpfe

Frau liegt im Pyjama mit verkrampften nackten Füßen im Bett.

Anzahl und Intensität reduziert

Nächtliche Wadenkrämpfe sind schmerzhaft und können die Nachtruhe erheblich stören. Womöglich lassen sich die Beschwerden mit Vitamin K2 lindern.   mehr

Schlaganfall sofort erkennen
Monitor im Krankenhaus. Bei einem Schlaganfall tut sschnellstmögliche Behandlung Not.

Lächeln, sprechen, Arme hoch

Bei einem Schlaganfall muss sofort der Notdienst gerufen werden, um das Gehirn der Betroffenen vor schlimmen Folgen zu bewahren. Doch wie erkennt man als Laie überhaupt solch einen Notfall?   mehr

Asthma durch Katzenkontakt?
Asthma durch Katzenkontakt?

Einfluss durch Tierhaare

Asthma kann durch Allergene wie Pollen ausgelöst werden. Doch wie ist es mit Katzenhaaren?   mehr

Wie sinnvoll ist der Cortisol-Detox?
Wie sinnvoll ist der Cortisol-Detox?

Müde, zu dick und unkonzentriert

Müdigkeit, Gewichtszunahme und Konzentrationsprobleme – etliche Influencer*innen behaupten in den sozialen Medien, dass daran ein „zu hoher Cortisolspiegel“ schuld ist. Empfohlen wird dann meist eine Cortisol-Entgiftung. Das ist allerdings nicht nur medizinisch sinnlos. Manche der propagierten Methoden können sogar gefährlich werden.   mehr

Vitamin-K-Prophylaxe für Babys
Vitamin-K-Prophylaxe für Babys

Verzicht bedeutet Gefahr

Die Vitamin-K-Gabe nach der Geburt schützt Babys vor Gehirnblutungen. Wie wichtig diese Prophylaxe ist, unterstreicht eine schwedische Untersuchung.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Starkenburg-Apotheke
Inhaber Karl Steiner
Telefon 06252/46 96
Fax 06252/63 62
E-Mail wir@starkenburgapotheke.com